Christian Lindner (FDP)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Christian Lindner
© FDP-Bundestagsfraktion
Geburtstag
07.01.1979
Berufliche Qualifikation
Magister Artium Politikwissenschaft
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Wermelskirchen
Wahlkreis
Rheinisch-Bergischer Kreis
Ergebnis
8,6%
Landeslistenplatz
9, Nordrhein-Westfalen
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Die Reform der Mehrwertsteuer wird gegenwärtig in einer speziell dafür eingesetzten Kommission, die beim Finanzminister angesiedelt ist, beraten. Mit Ausnahme von Grundnahrungsmitteln und Kultur hat die FDP keine Festlegungen über einzelne Mehrwertsteuersätze getroffen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Internationales
25.05.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Lindner,

heute habe ich mit erstaunen festgestellt das die Fregatte Hessen dem amerikanischen Kommando unterstellt wurde. www.debka.com

Nach lesen des oben genannten Artikels dränngen sich mir folgende Fragen auf.

1. Ist es wahr dass diese Fregatte abgestellt wurde?
2. Wurde die Fregatte Hessen mit Zustimmung des Bundestages oder auf alleinige Entscheidung des Verteidigungsministeriums unter amerikanisches Kommando gestellt?
3. Wieso wurde die Fregatte Hessen unter das Kommando der Amerikaner
gestellt?

Wenn man den Artikel genau betrachtet, drängt sich der Verdacht auf das hier der Krieg gegen den Iran im Sommer vorbereitet wird. Sollte dies tatsächlich geschehen, wäre Deutschland durch die Fregatte Hessen an einem Angriffskrieg, Verstoß gegen das Grundgesetz, beteiligt. Ist es in der Regierung bzw. im Parlament schon geplant sich an einem möglichen Angriffskrieg der USA und Israel gegen den Iran zu beteiligen und ein weiteres Land im Interesse der amerikanischen Geopolitik zu besetzen?

Sollte die Kooperation im Kriegsfall geplant sein, wird Deutschland aktiv an diesem teilnehmen und das Land mit weiteren Einheiten, außer der Fregatte Hessen, mit angreifen oder wird Deutschland wieder nur als Besatzer fungieren?

Ihnen mag es vielleicht absurd vorkommen das ich diese Fragen stelle, doch sind die Anzeichen beunruhigend, verlegen von 4 - 5 Flugzeugträgern, Treffen des Stabschefs der USA mit der israelischen Führung zum Zeitpunkt einer riesigen Zivilschutzübung für den Kriegsfall, härtere Sanktionen gegen den Iran obwohl dieser auf Forderungen zu seinem Atomprogramm eingeht, Reise der Kanzlerin im Nahen Osten, mit einem der Schwerpunkte auf dem iranischen Atomprogramm und das unterstellen von deutschen Truppen unter das Amerikanische Kommando. Auch ist der Casus Belli schnell gefunden bzw. insziniert, siehe Irak.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Christian Lindner
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25.05.2010
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,

bitte wenden Sie sich an meine Kollegin Elke Hoff. Sie ist die Verteidigungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
26.05.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Lindner,

ich habe mich hier am 22.05. an Sie gewand, Ihre "Antwort" vom 25.05. hat absolut keinerlei Bezug auf meine Fragestellung. In Politikerkreisen und Talkshows mag dies so üblich zu sein, ich als Wählerin würde mich gerne respektiert fühlen und eine Antwort bekommen, Sie haben doch meine Fragestellung genau verstanden. Und bitte erwähnen Sie nicht ständig die 10€ Kindergelderhöhung, die nun wirklich nur wenige trifft. Reiche brauchen es nicht und Harz´lern wird es angerechnet.
Herr Lindner, die Leistungsträger zahlen schon jetzt das meiste an Steuern und Abgaben. Ab konkret welcher Einkommenshöhe zählt man für die FDP zu den Besserverdienern, die lt. Herrn Müller nun noch mehr zahlen sollen?
Herr Lindner, wie wird die FDP das Berufsbeamtentum am Tragen der "solidarischen Last" angemessen beteiligen? Und wie wird die FDP die tickende Zeitbombe der Pensionslasten, die ja auch der kleine Steuerzahler, neben seiner Rente, aufbringen muss, lösen und zwar nicht in Sankt Nimmerlein sondern sofort und abrechenbar?
Und ganz konkret die Frage an Sie gerichtet, wer oder welche Partei im Bundestag verhindert eine sofortige Einbeziehung aller Schichten der Bevölkerung, incl. Beamtentum und Selbständige am Tragen der "Solidarlasten" und einer gleichen Regelung für Renten und Pensionen? In der derzeitigen Krise darf es keine Ausnahmen mehr geben, oder sind für die FDP nur den nicht verbeamteten Arbeitnehmern, Rentner und gesetzlich Krankenversicherten schmerzvolle Einschnitte zuzumuten?
Herr Lindner können Sie den Frust und die Ohnmacht verstehen, die gerade Menschen wie ich fühlen, wenn ich erstmals den Versprechen Westerwelles glaubend nicht CSU sondern FDP gewählt habe und mich nun regelrecht für dumm verkauft fühle, wenn ich heute FDP Politiker lese, dass alles gar nicht so gemeint war und natürlich nur unter Vorbehalt und so weiter.....?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Christian Lindner
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04.06.2010
Christian Lindner
Sehr geehrte Frau ,

bei der Verteilung von Belastungen plädiere ich für Gerechtigkeit. Dazu gehört allerdings auch, dass bisherige Privilegien nüchtern geprüft werden. Ich nenne Beispiele:

Ich kann nicht erkennen, dass eine individuelle und pauschale Mehrbelastung von Beamten gerecht ist: Hier sind Rechtsansprüche zu berücksichtigen. Außerdem ist die Einkommensentwicklung der Beamten im Vergleich zu Beschäftigten weniger dynamisch erfolgt. Der Blick allein auf das Alterseinkommen ist nicht sachgerecht. Hier sind Lösungen für die Zukunft gefragt.

Auf der anderen Seite werden Rentner durch die so genannte Rentengarantie von der Lohnentwicklung teilweise abgekoppelt. Andernfalls hätten Rentenkürzungen erfolgen müssen, da die Lohnsumme rückläufig war. Hier liegt eine Privilegierung gegenüber den aktuellen Beitragszahlern bzw. der jungen Generation vor.

Bitte missverstehen Sie mich nicht: Ich schlage hier keine Änderungen vor, sondern nur eine nüchterne Diskussion.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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Frage zum Thema Finanzen
27.05.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Lindner,

Es wird immer offensichtlicher dass die Banken mit dem Geld das sie von der EZB (fast) gratis leihen duerfen, nichts weiter machen, als es in Staatsanleihen zu investieren.

Dies Verhalten läuft letztlich darauf hinaus, dass wir uns das Geld zurückleihen, welches wir den Banken geliehen haben - gegen gute Zinsen.

Warum lassen wir ein solches Verhalten zu? Falls sie damit übereinstimmen, dass solch Verhalten unrechtmäßig ist, was planen Sie dagegen zu tun? Falls sie nicht damit übereinstimmen, wo liegt mein Denkfehler?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Christian Lindner
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27.05.2010
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,

bitte wenden Sie sich mit dieser Frage an meinen Kollegen Dr. Volker Wissing. Er ist der Finanzpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion und mit dem Thema bestens vertraut.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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Frage zum Thema Finanzen
27.05.2010
Von:

Sehr geehrter Herr Abgeordneter,

in den Liberalen Sparbüchern der letzten Jahre wurde von der FDP mit guten Argumenten immer wieder Einsparpotenzial bei den Staatssekretärsposten in Bundesministerien durch Reduzierung von deren Anzahl geltend gemacht (als ein kleines Sparziel neben vielen anderen).

AA => 16wp.fdp-fraktion.de
BMWi => 16wp.fdp-fraktion.de
BMG => 16wp.fdp-fraktion.de
BMZ => 16wp.fdp-fraktion.de

(Für BMJ war keine entsprechende Einsparung vorgeschlagen.)

Warum hat die FDP dies in den Ministerien, in denen sie jetzt selber Verantwortung trägt, nicht umgesetzt? Wenn ich FDP-Politiker danach frage, bekomme ich leider nur ausweichende Antworten ("Vorschlag gilt nur für den Haushalt 2009"; "wir sind in einer Koalition"; "es gibt andere Bereiche, wo wir sparen").

Die Umsetzung der eigenen Sparvorschläge im Bereich der Staatssekretärsposten hätte der FDP einen Image- und Glaubwürdigkeitsgewinn gebracht und wäre leicht zu haben gewesen, zumal die FDP bisher darauf pochte, dass das, was vor der Wahl gesagt, auch nach der Wahl gilt.

1. Warum wurden keine Staatssekretärsposten - wie von der FDP vorgeschlagen - gestrichen?
2. Wird das für 2011 oder später in der laufenden Legislaturperiode nachgeholt?
3. Wenn nein, warum der Sinneswandel?

Beste Grüße in der Hoffnung auf nicht ausweichende Antworten
Antwort von Christian Lindner
1Empfehlung
28.05.2010
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr ,

das Liberale Sparbuch enthielt rund 400 Sparvorschläge. Bereits im Haushalt 2010 konnten wir davon 90 realisieren. Damit sind Einsparungen in Höhe von knapp 6 Mrd. Euro verbunden . Zwei Beispiele: Es ist uns gelungen, den öffentlichen Stellenbestand um knapp 600 zu reduzieren. Zudem haben wir durchgesetzt, dass im Bereich der Militärausgaben rund 100 Millionen Euro bei der Anschaffung des Transportflugzeuges A 400 M eingespart werden. Weitere Einsparungen müssen folgen. Potential hierfür sehe ich unter anderem im Bereich der Steinkohle-Subventionen, die schneller als bislang geplant beendet werden müssen. Deutschland kann auch auf die Anschaffung eines neuen Raketensystem "MEADS" verzichten, das als Relikt des Kalten Krieges entbehrlich ist.

Stichwort dritter Staatssekretär im Auswärtigen Amt: Ehrliche Antwort – hier haben wir uns geirrt. Guido Westerwelle hat dies mittlerweile auch öffentlich eingeräumt. Angesichts der Vielzahl der Zuständigkeiten als Außenminister und Vizekanzler hat Guido Westerwelle daher den Aufgabenzuschnitt mit einem dritten Staatssekretär beibehalten, wie dies sein Amtsvorgänger Frank-Walter Steinmeier eingeführt hat.

Stichwort Entwicklungshilfeministerium: Die Vorgängerregierung hat bei der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklungshilfe auf eine Neben-Außenpolitik gesetzt. Dies hat sich mit dem Amtsantritt von Dirk Niebel geändert. Durch die Einheitlichkeit auch der Parteibesetzung der FDP im Auswärtigen Amt, im Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und im Wirtschaftsministerium können wir nun die Wahrnehmung Deutschlands in der Welt einheitlich und abgestimmt darstellen.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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Frage zum Thema Arbeit
28.05.2010
Von:

sehr geehrter herr lindner

der heutige artikel zum hartz4 bringt mich auf die palme.
warum machen sie nicht die alte regel? wir die gearbeitet haben und das jahrelang, kriegen unser alg2 wieder.
denn wir bekommen keinen job mehr mit 56 jahren,der mietspiegel ist eh für den ar...
wir sind das volk, denken sie daran.
mfg
Antwort von Christian Lindner
bisher keineEmpfehlungen
01.06.2010
Christian Lindner
Sehr geehrter Herr Schuldt,

Sie beziehen sich vermutlich auf meinen Vorschlag, die Kosten der Unterkunft für ALG 2-Bezieher künftig über eine angemessene, regional unterschiedliche Pauschale zu regeln.

Um Missverständnisse zu vermeiden: Damit ist keine Kürzung von individuellen Leistungen und keine Verschlechterung der Wohnsituation beabsichtigt. Kosten gespart werden nur durch den damit verbundenen Abbau von Bürokratie, weil Antrags- und Prüfverfahren entfallen können. Die Prozessflut gegen Hartz-IV-Bescheide ist insbesondere mit den Kosten der Unterkunft bzw. Fragen der Angemessenheit des Wohnraums verbunden. Diese Probleme würden entfallen. Auch wären die zum Teil würdelosen Kontrollen von Behördenmitarbeitern, die Wohnungen von Hartz-IV- Beziehern in Augenschein nehmen, nicht mehr erforderlich.

Sie sehen also: Ein Vorschlag, der nicht weniger soziale Sicherheit bringt, sondern im Gegenteil für alle Beteiligten Vorteile hat. Deshalb haben sich parteiübergreifend beispielsweise auch die Justizminister von Bund und Ländern sowie die Bundesagentur für Arbeit dafür ausgesprochen.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Lindner
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